Andachten

Andacht

Andacht 22. November 2022

22. November 2022 | Nicole Günther

Andacht 22. November 2022

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Deshalb dürfen wir uns auch darauf verlassen, dass Gott unser Beten erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, was seinem Willen entspricht. Und weil wir wissen, dass Gott all unsere Gebete hört, dürfen wir sicher sein, dass er uns gibt, worum wir ihn bitten.

Beten bedeutet, mit Gott zu sprechen. Im Gespräch tauscht man sich miteinander über ein Thema aus. Auf Dauer kann ohne Kommunikation keine standhafte Beziehung aufgebaut werden, eher würde sie schnell einschlafen. Das Gebet ist eine Einladung Gottes an dich persönlich, dich mit ihm im Gebet zu verbinden und Gemeinschaft mit ihm zu haben. Oft fangen wir jedoch erst dann an zu beten, wenn wir am Ende unserer Fahnenstange angelangt sind. Wenn Gott zudem unsere Gebete nicht umgehend auf die Art und Weise beantwortet, die wir als die beste erachten, geben wir zuweilen auf. Wir lassen uns einreden, Gott wolle unser Gebet gar nicht erhören. Martin Luther sagte einmal: „Wenn Gott dich nicht erhören wollte, würde er dich nicht beten heißen.“ Ich kann mich darauf verlassen, dass Gott mich hört und sich meiner Bedürfnisse annimmt, selbst wenn meine Gebete nicht wie erhofft erfüllt werden. Auch Eltern können ihren Kindern nicht alle Wünsche erfüllen, zum Beispiel jeden Tag nur Süßigkeiten zu essen oder bis Mitternacht aufzubleiben. Ein kleines Kind weiß noch nicht um die negativen Folgen seiner Wünsche, doch Eltern haben eine andere Voraussicht und verbieten, um zu schützen. Das Kind wird vielleicht wütend, weil es die Entscheidung nicht versteht, aber es wird sein Vertrauen in die Eltern dennoch nicht verlieren. Vielleicht sollten wir Gottes fürsorglicher Liebe mehr Vertrauen schenken. Und uns darauf verlassen, dass er unsere Bitten auf seine Weise erhört, denn: Gott möchte stets das Beste für uns. Wenn wir Gottes Liebe und seinen Plan für unser Leben verstehen lernen, fangen wir an zu begreifen, welche Tür er zu unserem Schutz verschließt, aber welches Fenster er uns öffnet. Dies können wir aber nur dann verstehen, wenn wir mit ihm im Gespräch sind, auf seine Stimme hören und unsere Beziehung zu ihm vertiefen. Im Song „No matter how you pray“ von Mahalia Jackson heißt es: „Es spielt keine Rolle, ob du stehst oder liegst oder kniest oder gehst, ob du laut oder leise sprichst, in Gedanken, mit oder ohne Worte. Gott wird wissen, dass du betest, und er wird dich hören.“

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