Andachten

Andacht

Andacht 18. September 2022

18. September 2022 | Armin Richter

Andacht 18. September 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.

Wir streifen als Familie durch den Wald. Die Stimmung könnte besser sein. Warum sind wir eigentlich hier? Da kommt mir eine Idee: „Ich laufe ein Stück voraus und verstecke mich. Ihr könnt mich suchen. Den Weg markiere ich euch.“ Alle sind dafür. Ich laufe voraus, zeichne Pfeile, damit die anderen mich finden, und suche mir ein Versteck, von dem aus ich den Weg einsehen kann. Die Zeit vergeht, Spaziergänger gehen vorbei, von meiner Familie fehlt jede Spur. Ich warte. Keiner kommt. Schließlich breche ich mein Versteckspiel ab und gehe den Weg zurück. An einer Weggabelung treffe ich auf meine Familie. „Wo wart ihr denn?“ „Ach, wir hatten dann doch keinen Bock zum Suchen und haben hier auf dich gewartet.“ Jetzt werde ich doch etwas sauer: Ich mache mir die Mühe, krieche durch den Wald, möchte Freude an der Natur wecken – und dann haben sie keine Lust mehr zu suchen! Machen wir es mit Gott genauso? Wir sind eingeladen, ihn zu finden. Ihn, der groß und unfassbar ist. Er versteckt sich nicht und möchte sich finden lassen. Suchen wir ihn oder sagen wir von Zeit zu Zeit: „Wir haben keinen Bock, Gott zu suchen“? Was bringt es uns, Gott zu finden? Wir hätten jemanden, zu dem wir ständig Kontakt aufbauen können. Er versteht uns immer. Gott hat viele Worte an uns gerichtet. In der Bibel können wir nachlesen, was er uns sagen möchte. Er leitet uns und gibt uns zuweilen den zündenden Gedanken. Wir dürfen Gemeinschaft mit ihm erleben und in ihm einen guten Freund haben. Auch wenn uns kein problemfreies Leben erwartet, dürfen wir ihn immer an unserer Seite wissen. Mit ihm geht es besser als ohne ihn. Das durften zahlreiche Christen in Krankheit, Alleinsein und Not erleben. Gott ist und handelt nicht immer so, wie wir es erwarten, aber er ist da. Darüber hinaus gibt er uns zahlreiche Geschenke für unser Leben: So möchte er uns beispielsweise materiell segnen (Zehnten), er ermöglicht uns die Chance der Pause und des Abschaltens (Sabbat) und er macht uns Hoffnung auf eine perfekte Gemeinschaft mit ihm ohne die störende Sünde (Wiederkunft). Herr, hilf mir, dass ich dich suchen möchte, und lass mich dich auch finden. Schenk mir besondere Begegnungen mit dir. 

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