Andachten

Andacht

Andacht 06.03.2021

06. März 2021 | Reiner Dürsch

Andacht 06.03.2021

Bildnachweis: heckenschwein / photocase.de

Doch nun spricht der Herr, der dich, Jakob, geschaffen hat und der dich, Israel, gebildet hat: „Hab keine Angst, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du gehörst mir“.

Nicht schlecht gestaunt hat eine Seniorin in Lüdenscheid, als frühmorgens auf ihrem Balkon eine Blendgranate gezündet und ihre Wohnungstür mit voller Wucht aufgerammt wurde. Völlig ahnungslos stand sie schwer bewaffneten Spezialkräften der Polizei gegenüber. Die 88-jährige Dame hat erstaunlich souverän auf den ungebetenen Besuch reagiert und war sogar in der Lage, Scherze zu machen. Dann stellte sich heraus, dass sich die Beamten in der Adresse geirrt hatten. Eigentlich sollte ein Angehöriger der Rockergruppe Freeway Riders festgenommen werden. Unser Name gehört zu uns und wir identifizieren uns mit ihm. Man sollte meinen, dass uns der vollständige Name mit Ortsangabe vor unliebsamen Verwechslungen schützt. Aber Menschen machen Fehler, manchmal trotz sorgfältiger Vorbereitung. Nicht so bei Gott. Er kennt den Ursprung aller Menschen. Bei ihm brauchen wir keine Angst zu haben, verwechselt oder gar verdächtigt zu werden. Selbst wenn uns Menschen auf dem Kieker haben, sind wir bei Gott sicher und geborgen. Denn er weiß um unseren Namen und um alles, was zu uns gehört. Im Liederbuch der Bibel, den Psalmen, bezeugte König David aus eigener Erfahrung, dass der allwissende Gott den Menschen durch und durch kennt. Der Allmächtige kennt uns besser als wir selbst und besser als unsere engsten Angehörigen. Jeder einzelne meiner Gedanken ist ihm vertraut. Meine Motive, meine Ziele und Pläne liegen offen vor dem, der mich geschaffen hat. Er kennt auch meine Fehler, Schwächen und an welchen Stellen ich versage. Das gibt mir Entlastung. Ich muss nicht blenden, aufhübschen oder vertuschen. Gott sieht, wie ich mein Leben gestalte, was ich erlebe. Wenn ich mir dies täglich vor Augen führe, macht mich das gelassen und zuversichtlich, was auch immer geschieht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die ältere Dame in dieser Geborgenheit lebte, sodass sie nicht einmal der SEK-Übergriff aus der Ruhe bringen konnte. Wir wissen zwar nicht, was der heutige Tag bringen wird. Aber im Vertrauen auf Gott dürfen wir uns geborgen wissen.

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