Andachten

Andacht

Andacht 13.09.2020

13. September 2020 | Chantal J. Klingbeil

Andacht 13.09.2020

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Der Ring war groß, billiger Modeschmuck in einem Korb voller Glas- und Plastik-„Juwelen“ auf einem Flohmarkt in London. Die Käuferin bezahlte ungefähr zwölf Euro. Manchmal trug sie den Ring beim Einkaufen. Wer hätte gedacht, dass sie einen 26,27-Karat schweren weißen Diamanten am Finger hatte, der über 360.000 Euro wert war? (Quelle: fxn.ws/2JJC6YA)
Warum hatte niemand früher den wahren Wert dieses Schatzes erkannt? Anscheinend war die Besitzerin davon überzeugt, dass dies kein echter Diamant sein konnte, denn er funkelte nicht wie ein Diamant und der Ring selbst war zerkratzt, abgetragen und schmutzig, als sie ihn gekauft hatte. Man stelle sich das mal vor: Man trägt einen echten Schatz am Finger und weiß es nicht.
Israel wartete ungeduldig auf die Ankunft des Messias, doch als Jesus geboren wurde, gab es wenige, die ihn erkannten. Selbst seine eigenen Jünger hatten manchmal Probleme, in ihm den Messias zu sehen. Warum war es so schwer für sie, Gottes großen Schatz zu erkennen? Jesus war anders, als sie sich den Messias vorgestellt hatten. Sie hatten andere Erwartungen.
Schätze sind nicht immer einfach zu finden oder zu identifizieren. Ich frage mich, wie oft ich schon einen Schatz übersah, weil er eine Verpackung hatte, die nicht meinen Vorstellungen entsprach. Wie oft verpasste ich tiefe Freundschaften, gute Gespräche oder lebensverändernde Begegnungen einfach, weil die Person oder die Situation zu unpassend und absolut nicht vielversprechend aussah? Sollte ich in so jemanden und unter diesen Umständen meine Zeit, mein Geld oder mein Herz investieren?
Ich weiß, dass nicht alle Begegnungen in meinem Leben nur bereichernd sind. Es gibt schwierige Menschen um uns herum und manchmal gehöre ich selbst dazu. Allerdings habe ich das Gefühl, dass unsere eingefahrenen Überzeugungen und Vorurteile uns oftmals die Augen verschließen und wir den Schatz, den Gott uns heute zeigen möchte, einfach übersehen.
Ich möchte heute beginnen, die Welt mit Gottes Augen zu sehen. Ich bin schon gespannt, welche Schätze heute auf mich warten.

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