Andachten

Andacht

Andacht 13.02.2020

13. Februar 2020 | Martina Siefert

Andacht 13.02.2020

Bildnachweis: luh / photocase.de

Aber eines habe ich an dir auszusetzen: Von deiner anfänglichen Liebe ist nicht mehr viel übrig. Weißt du noch, mit welcher Hingabe du einmal begonnen hast? Was ist davon geblieben? Kehr um und handle wieder so wie zu Beginn.

Die erste große Liebe! Wer erinnert sich nicht an sie? Sei es aus eigenem Erleben oder aus dem Mitempfinden bei Freunden oder Geschwistern. Ganz plastisch steht mir noch meine eigene Teenagerzeit vor Augen, in der meine ältere Schwester alle paar Monate unsterblich in einen anderen Schulhofschwarm verliebt war. Endlos konnte sie von jeder Kleinigkeit erzählen: das neue Shirt, ein Zwinkern im Vorbeigehen, sein Lächeln, das nur ihr alleine galt ... In ihrer grenzenlosen Begeisterung ging sie ohne jeden Zweifel davon aus, dass alle diese Dinge für mich und ihre Freundinnen ganz genauso wichtig waren wie für sie selbst. Als wir älter waren, zogen wir sie manchmal scherzhaft für ihren Erzähldrang in dieser Phase auf.
Wenn ich die Verse aus der Offenbarung lese, muss ich unwillkürlich an diese Teenagerphase zurückdenken. Auch die Zeit eines frischen, jungen Glaubens beinhaltet einen gewissen (positiv zu wertenden) Erzähldrang: Mir ist etwas Wunderbares widerfahren und mein Umfeld soll daran Anteil nehmen! Begeisterung und Überzeugung sind auf einem so hohen Level, dass mir gar nicht in den Sinn kommt, dass jemand das anders bewerten könnte.
Wie in einer Partnerschaft glätten sich die Wogen dann mit den Jahren. Man ist zwar weiterhin überzeugt und bestenfalls begeistert von seinem Partner, wägt aber meist erst einmal ab, ob es einen Anderen auch interessieren wird, wenn ich von meinem Partner erzähle. Sicher hat das überlegte und behutsame Erzählen seine guten Seiten; schließlich weiß ich selbst, wie oft ich als Teenager bei einem neuerlichen Erguss der Schwärmerei durch meine Schwester die Augen verdrehte. Andererseits führte gerade diese ungebremste, leidenschaftliche Intensität der Schilderungen manchmal auch dazu, dass ich mich selbst ein bisschen mitverliebte.
Ich denke, Gott fordert uns in dem Eingangstext dazu auf, uns an die Zeit zu erinnern, als unser Glaube noch ganz frisch und spektakulär war. Vielleicht können wir es schaffen, unseren Glauben mit dem Feuer von damals und der Weisheit von heute weiterzugeben.

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