Andachten

Andacht

Andacht 12.07.2019

12. Juli 2019 | Roland Nickel

Andacht 12.07.2019

Bildnachweis: m.voigt.1982 / photocase.de

Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.

Der Krebs war besiegt, Gott sei Dank. Operation, Antihormontherapie und Bestrahlung, all das hatte ich über mich ergehen lassen mit dem Ergebnis, dass die Werte bei jeder Untersuchung gut waren. Krebszellen konnten nicht mehr nachgewiesen werden. Allerdings, einige Wochen nach dem letzten Termin in der Strahlenklinik wurde es immer schlimmer: zunächst Schmerzen in den Füßen und Waden, Schwellungen an den Knöcheln. Es ging so weit in den Rücken, dass ich nachts nicht mehr schlafen konnte. Schließlich eine Odyssee zu vielen ratlosen Ärzten. Letztlich wurde eine komplizierte Nervenkrankheit diagnostiziert, möglicherweise als Nebenwirkung der Bestrahlung. Ich bekam starke Schmerzmittel, konnte nur mit Krücken gehen, die Invalidität stand mir ins Haus. Jeden Tag konnte ich mit dem Fortschreiten der Krankheit den Zerfall meines Körpers in einem Höllentempo miterleben. Kurz vor einem bevorstehenden Krankenhausaufenthalt bat ich deshalb meine Gemeinde um das Gebet nach Jakobus 5. Die Ältesten, der Pastor, einige Freunde und meine Familie waren anwesend. Und viele Glaubensgeschwister waren mit ihren Herzen und Gebeten bei uns. Ich wollte alles in die Hand Gottes legen. Dieses Gebet wurde für mich eines der prägendsten Erlebnisse meines geistlichen Lebens. Ich spürte die Gegenwart Gottes und seinen Zuspruch, tief innen im Herzen. Meine Familie und ich erlebten, dass wir nicht allein sind. Menschen denken an uns, viele beten für uns. Das tut gut. Wenn diese Zeilen erscheinen, weiß ich nicht, wie es um mich steht. Ich weiß nicht, was Gott mit mir vorhat. Aber ich erlebe etwas Wunderbares: Trotz meiner Beschwerden bin ich nicht nur verzweifelt, sondern ich kann zuversichtlich auf Jesus Christus schauen, der mein Leben in seiner Hand hat, denn „wir haben die Kraft des Heiligen Geistes und die beruhigende Gewissheit des Glaubens, die sich auf Gottes Verheißungen stützen kann“ (Ellen G. White, Auf den Spuren des großen Arztes, Advent-Verlag, S. 181).  Danke, Herr, für diese Ermutigung.

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