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USA: Adventistische Universität gründet Institut für Belastungen in der Kindheit

06.09.2018 09:21 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

Loma Linda, Kalifornien/USA/APD Das Kuratorium zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit der Loma Linda Universität der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat die Gründung eines Resilienzinstituts für Belastungen in der Kindheit angekündigt. Für das „Resiliency Institute for Childhood Adversity“ (RICA) wurde Ende August die Leitung benannt. Das Institut soll die Ausbildung und Forschung von Studenten erleichtern und gleichzeitig den Bedürfnissen der Gesellschaft im Bereich der Kindheitsbelastungsfaktoren Rechnung tragen, berichtet die Kirchenzeitschrift „Adventist Review“.


„Die Misshandlung von Kindern ist zu einer allzu vertrauten Geschichte in diesem Land und darüber hinaus geworden“, sagte der Präsident der medizinischen Fakultät in Loma Linda/Kalifornien, Richard H. Hart. Das RICA sei eine Erweiterung des derzeitigen „Children's Assessment Center“ (CAC) in San Bernardino/Kalifornien und soll auf dessen Renommee aufbauen, „das es als nationales Referenzbeispiel für die Betreuung von misshandelten Kindern erhalten hat“, informierte Richard H. Hart.


Bildungsangebote für Studenten und Ortsansässige

Das erweiterte Zentrum soll der Zusammenarbeit zahlreicher lokaler Stellen dienen, um forensische Interviews und beweiskräftige medizinische Untersuchungen zur Auswertung von Vorwürfen wegen Kindesmisshandlungen durchzuführen. Der koordinierte Ansatz erübrige, dass ein misshandeltes Kind seine Erfahrungen in zahlreichen Interviews Vertretern mehrerer Institutionen schildern müsse. RICA werde die multidisziplinäre Zusammenarbeit mit seinen Partneragenturen durch monatliche Treffen von Teammitgliedern zu Trainings- und Fallüberprüfungszwecken erleichtern, so „Adventist Review“.


RICA soll als 13. Institut der School of Medicine der Loma Linda Universität eine Vielzahl von Bildungsangeboten für Studenten und ortsansässigen Personen umfassen und als Drehscheibe für das dreijährige Residenzprogramm der medizinischen Fakultät zur Aufarbeitung von Kindesmisshandlung und für Pädiatrie dienen. Das vom Accreditation Council for Graduate Medical Education akkreditierte Stipendienprogramm lege den Schwerpunkt auf Intervention und Prävention und biete laut „Adventist Review“ Kinderärzten eine Vielzahl von Patientenversorgungsmöglichkeiten, Forschungsergebnissen und Bildungsaktivitäten. Das „Resiliency Institute for Childhood Adversity“ arbeite mit lokalen Strafverfolgungsbehörden, verschiedenen Geldgebern, der Justiz und dem Kinderkrankenhaus der Loma Linda Universität zusammen.


„Children's Assessment Center“ (CAC)

Das CAC wurde 1994 gegründet, zwei Jahre nachdem der San Bernardino's Children's Network Policy Council damit begonnen hatte, Möglichkeiten zu sondieren, wie Vorwürfe wegen Kindesmisshandlungen sensibler bewertet werden könnten. Häufig hätten betroffene Kinder während der Befragung durch Vertreter mehrerer Stellen ein unnötiges Trauma erlitten. Das Institut werde laut „Adventist Review“ in diesem Jahr wahrscheinlich 1.600 körperlich oder sexuell misshandelte Kinder betreuen.





Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!


Bild: Symbolbild (© Foto: Kelly Sikkema/unsplash.com)

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