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Andacht 19.03.2018

19.03.2018 | von Friedhelm Klingeberg

raichinger | photocase.de

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Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Johannes 5,28-29

„Lieber Herr Klingeberg, eigentlich kann ich nicht glauben, dass mit dem Tod der Mensch überhaupt nicht mehr da ist und schläft. Können Sie mir dazu etwas sagen?“ Am Anfang und Ende jedes Lebens steht ein gleichermaßen unfassbares Wunder. Heb­ammen und Ärzte staunen noch nach Jahrzehnten über das Wunder einer Geburt und jeden winzigen, aber in sich schon perfekten Säugling, dem sie ins Leben helfen.

Ratlos stehen wir am Sarg eines lieben Angehöri­gen. Noch kurz zuvor sind wir ihm begegnet, haben mit ihm gesprochen und gelacht. Wir können nicht wirklich erfassen, dass er plötzlich nicht mehr da ist. Mit dieser Not haben auch gläubige Menschen zu kämpfen. Das hat nichts mit Unglauben oder Gott­losigkeit zu tun. Die Erfahrung, mit den Grenzen unserer menschlichen Existenz konfrontiert zu wer­den, überfordert uns ganz schnell.

Gerade deshalb bin ich so dankbar für den Trost und die Hoffnung, die Gottes Wort uns im Blick auf die Frage nach dem Tod zu bieten hat. Beschönigt wird er allerdings in keiner Weise, sondern schwarz auf weiß können wir lesen, dass er eine Folge der Sünde und der letzte Feind ist, den Gott am Ende für immer vernichten wird (1 Kor 15,26). Aber über all das brau­chen wir uns nicht den Kopf zu zerbrechen, denn viel wichtiger ist, dass wir uns auch im Tod in Gott gebor­gen wissen dürfen. Deshalb konnte Jesus sagen: „Lazarus ... schläft, aber ich gehe hin, ihn aufzuwe­cken.“ (Joh 11,11)

Der Tod ist ein Schlaf. Unsere lieben Verstorbenen dürfen ausruhen, und keiner von ihnen wird von Gott vergessen. Wenn Christus wiederkommt, wird er sie alle aus ihren Gräbern rufen, und wer im Vertrauen auf ihn gestorben ist, wird zu neuem, ewigem Leben aufwachen. Deshalb gilt das alte geflügelte Wort bis heute: Christen sehen sich nie zum letzten Mal! Auch wenn wir trauern und der Schmerz manchmal schier unerträglich ist, dürfen wir mitten in diesem Schmerz wissen: Wir werden uns wiedersehen, denn wir ver­trauen auf den Einen, der die Auferstehung und das Leben ist. Er wird uns gewiss nicht enttäuschen!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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