thematisches Seitenbild

Andacht 13.03.2018

13.03.2018 | von Günter Schlicke

luh | photocase.de

luh | photocase.de

Denn so spricht der Herr, der Heilige Israels: Nur in Umkehr und Ruhe liegt eure Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft. Jesaja 30,15

Als die Kommunikation noch über das Morsen ge­schah, suchte die Marine in Kiel einen Funker. In einem Büro warteten einige junge Männer, die sich für diese Stelle bewerben wollten. An der Tür stand ein Schild mit dem Hinweis: „Bitte warten! Sie werden aufgerufen.“ Manchmal waren leise Summtöne zu hören, doch keiner schenkte ihnen Beachtung, weil sich alle angeregt unterhielten.

Ein neuer Bewerber kam ins Zimmer und ver­schwand kaum zwei Minuten später in dem Büro. Laute Protestrufe begleiteten den vermeintlichen Vordrängler. Da trat unerwartet ein Herr aus der Tür und sagte: „Meine Herren, Sie dürfen alle nach Hause ge­hen. Seit über einer halben Stunde haben wir Sie zum Eintreten aufgefordert. Doch keiner von Ihnen hat die Signale wahrgenommen und beachtet. Dieser junge Mann ist für die Stelle geeignet, denn er hat zwischen den anderen Geräuschen die Aufforderung zum Ein­treten erkannt“.

Unsere Welt ist laut geworden und das Leben wird immer hektischer. Auf den Straßen rollen Autos, Laster und Busse, auf Baustellen ist der Lärm von Maschinen zu hören und durch Handys sind wir stän­dig online. Zu Hause dudeln Radios, die Fernseher sind in Betrieb und Termine und andere Verpflichtun­gen halten uns auf Trab, sodass es schwer ist, einmal wirklich abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Da ist es fast normal, dass die innere Stimme nicht mehr wahrgenommen wird.

Jesaja beklagte damals bei seinem Volk, dass es von allen Hilfe erwartete, gewissermaßen auf alle hörte (beispielsweise Assyrien und Ägypten), nur nicht auf Gott, den Schöpfer. Deshalb forderte er sie zur Umkehr und zum Stillesein auf. Auch wir müssen (wieder) lernen, Gottes Stimme aus den vielen Geräu­schen unseres Alltags herauszuhören. Das gelingt uns am besten, wenn wir uns morgens und abends eine Zeit der Besinnung nehmen (anders geht es nicht), die Bibel lesen, beten oder über Jesus nachdenken. Wir können dann erleben, wie wir trotz Problemen gelas­sener und zuversichtlicher werden und eine Ausstrah­lung erhalten, die uns und anderen guttut.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

© Siebenten-Tags-Adventisten in BMV

ADRAAdventverlagAdvent-Wohlfahrtswerk Bundesstelle (AWW)Theologische Hochschule FriedensauKrankenhaus WaldfriedeMedienzentrum Stimme der HoffnungDeutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG)Schulzentrum Marienhöhe