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Andacht 27.01.2018

27.01.2018 | von Wolfgang Bartel

manun | photocase.de

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[Lasst uns] aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens. Hebräer 12,2

Eine an Glaubensfragen interessierte Frau besucht einen adventistischen Gottesdienst. Im Bibelgespräch geht es um Fragen zur Entstehung der Welt. Hinterher erzählt sie, dass sie nicht wusste, dass es auch heute noch Christen gibt, die an eine Sieben-Tage-Schöpfung glauben. Sie sei mit dem Gedankengut der Evolu­tion aufgewachsen und hätte bislang keinen Grund gehabt, dies infrage zu stellen. Verletzend war, dass sie von den Gesprächsteilnehmern wegen ihres „unmöglichen Glaubens“ von oben herab angesehen wurde. Ist dies nur ein trauriger Einzelfall?

Bibelfesten Christen ist klar: Keinem Menschen wäre es jemals gelungen, an Gott zu glauben, hätte er den Anstoß dazu nicht von ihm selbst bekommen. Unser Glaube ist immer „nur“ die gottgeschenkte Ant­wort des Menschen auf ein vorausgegangenes Ange­bot durch Gott selbst oder von ihm beauftragte Men­schen. In Johannes 6,29 finden sich die Worte Jesu: „Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ Wie eindeutig das Jesus doch gesehen und gesagt hat!

Für mich gehört ganz eng zu diesem Glauben an Jesus auch das Vertrauen in die Bibel und in den Gott, der die Welt aus dem Nichts erschaffen hat. Kein Mensch könnte je von sich behaupten, dass es sein Meisterstück wäre, an Gott zu glauben. Dies ist einzig und allein eines der Meisterstücke von Jesus. Bilde dir deswegen niemals etwas auf deinen Glauben an Jesus ein, sieh nie auf diejenigen herab, die diesen Glauben nicht haben, sondern sei dankbar für dieses Geschenk.

Dieses Vertrauen zu Jesus ist schon ein Wunder. Keiner, der ihm sein Leben anvertraut hat, hat Gott den Vater selbst oder Jesus Christus je gesehen, angefasst oder ein Vier-Augen-Gespräch mit ihm geführt. Und doch schenken wir Christen ihm unser Leben, vertrauen ihm quasi blind. Wir sprechen zu ihm, wir hören auf ihn und verlassen uns auf das, was er sagt. Ja, mitunter trauen wir ihm mehr als unserem eigenen Verstand.

Natürlich, wir haben viel mit ihm erlebt und es gibt auch starke Argumente. Aber es gibt keinen Beweis. Daher ist es nicht hoch genug zu schätzen, dass wir glauben können, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist. Gott hat uns zu sich gezogen (Joh 6,44), wir gehö­ren zu ihm. Dafür danke ich ihm heute und mein gan­zes Leben.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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